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Sicherheit für touristische Leistungskette schaffen

Die Tourismusbranche ist eine der von Corona am härtesten getroffenen Wirtschaftszweige. Daher gilt es gerade dort durch die richtige Kommunikation im weiteren Vorgehen zusätzliche Unsicherheiten zu vermeiden und damit den Verfall der aufgebauten Strukturen zu vermeiden.
"Die Politik muss zeitnah dafür sorgen, dass das Vertrauen in den Inlandstourismus gestärkt wird. Der Urlaub vor Ort ist situationsbedingt sicherer als der Auslandsaufenthalt oder der auf einem Kreuzfahrtschiff und kann den drohenden Verfall der ganzen touristischen Leistungskette verhindern", so die tourismuspolitische Sprecherin der FDP-Saar Angelika Hießerich-Peter.
Es gelte insbesondere die Abwanderung von Fachkräften in andere Branchen, welche irreversible Schäden mit sich bringen würde, abzuwenden bzw. aufzuhalten. Darunter würden, durch den Wegfall direkter und indirekter Steuereinnahmen, immer mehr auch die Kommunen leiden, so Hießerich-Peter weiter.
"Selbstverständlich gelte es auch weiterhin die notwendigen Schutzmaßnahmen aufrechtzuerhalten und weiterhin an die Situation anzupassen. Dies ist allerdings gerade in unseren kleinen und mittelgroßen privaten Tourismusunternehmen leicht umzusetzen und mit der Aufrechterhaltung der touristischen Wertschöpfung zu kombinieren. Urlaub im Saarland, das sich vor allem als Wander- und Radfahr-Destination einen Namen gemacht hat, ist sicher. Die Betriebe und die Freizeiteinrichtungen sind bestens vorbereitet. Die Landesregierung ist jetzt gefordert, genau das nach außen zu kommunizieren und für Inlandsurlaub im Saarland einzustehen.“

FDP Saar kritisiert Entscheidung der Bundesregierung, die Moselle als Virusvariantengebiet einzustufen

Dazu der europapolitische Sprecher der FDP Saar, Julien François Simons:

„Die Entscheidung der Bundesregierung, die Moselle als Virusvariantengebiet einzustufen, nimmt dem Saarland die Flexibilität für individuelle Lösungen, die in der Grenzregion dringend erforderlich sind. Wir müssen mehr testen und auch grenzüberschreitende Cluster bilden können. Mit IHK und VSU und dem deutsch-französischen Testzentrum sind wir hier gut vorbereitet. Es stellt sich aber auch die Frage nach den Kosten, die wohl beim Land anfallen. Tägliche Schnelltests sind darüber hinaus impraktikabel.

Das Land muss bei der Bundesregierung intervenieren und auf die Unterstützung der saarländischen Minister in der Bunderegierung setzen. Vor allem der Außenminister Heiko Maas (SPD) ist hier gefordert.

Wir fordern, dass der notwendige, kleine Grenzverkehr zwischen Moselle und dem Saarland weiterhin gewährleistet wird. Und das darf nicht nur Berufspendler und Warentransporte betreffen, sondern muss auch Menschen mit sozialen, familiären, bildungsbezogenen oder medizinischen triftigen Gründen einschließen. Zumindest müssen in beiden Ländern bei der Einreise neben den 48 Stunden (Deutschland) bzw. 72 Stunden alten (Frankreich) PCR-Tests auch Antigen-Schnelltests akzeptiert werden. Auch muss der digitale europäische Impfpass kommen. Die Grenze darf nicht wieder zur Trennlinie werden.“

FDP Saar fordert ein verbessertes Impfkonzept für das Saarland/ Impfen in Praxen ermöglichen

Inzwischen steigt durch Zahlen aus Israel die Wahrscheinlichkeit, dass das Impfen mit dem BioNTech-Impfstoff auch bewirkt, dass die Übertragbarkeit gestoppt wird. Das macht das schnelle Impfen noch wichtiger. Da anzunehmen ist, dass bald genügend Impfstoff vorhanden sein wird, muss jetzt sichergestellt werden, dass schnellstmöglich viele Bürger geimpft werden.

Das bisherige Impfkonzept der Landesregierung ist nicht ausreichend und muss dringend überarbeitet werden.

Dazu Dr. Isringhaus, stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Saar und gesundheitspolitischer Sprecher:

„Die Hoffnung, dass geimpfte Personen vor Infekt geschützt sind und auch nicht andere Personen anstecken können, ist eine wichtige Vision, die die Lockerung der Corona-Maßnahmen möglich machen wird. Wir müssen deshalb alles daransetzen, das Impfen zu verbessern. Das Gesundheitsministerium muss zügig ein verbessertes Impfkonzept vorlegen. AstraZeneca sollte hierbei ohne Priorisierung verimpft werden können. Lieber schnell viele impfen, als durch bürokratische Prioritätenlisten einen Impfstau verursachen. Zudem müssen auch niedergelassenen Ärzte oder Betriebsärzte ihre Patienten impfen können. Für die Koordinierung brauchen wir ein Nationales Impfportal in Form eines Online-Tools, das die Impftermine bei Impfzentren und Ärzten koordiniert und verlässlich vergibt. Ebenso ist ein bundesweites Tool für das Impfstoffmanagement notwendig, mit dem die Versorgung besser gewährleistet werden könnte und der Einsatz an den Impfstellen besser koordiniert werden könnte. Auch die Einführung eines elektronischen Impfausweises ist dringend notwendig“.