Logo FDP Landesverband Saarland

Meldungen

Luksic: Lockdown ist keine langfristige Lösung/ Corona-Debatte im Landtag viel zu spät

Der Landesvorsitzende der FDP Saar Oliver Luksic fordert eine langfristige Corona-Strategie für den Winter. Im Gegensatz zu anderen Landesparlamenten komme die Debatte im Saar-Landtag zu spät:

„Die parlamentarische Diskussion im Landtag über den Lockdown kommt zu spät. Landtagspräsident Toscani hätte bereits vergangene Woche im Anschluss an die Entschlüsse der MPK eine Sondersitzung einberufen müssen, andere Landtage haben es vorgemacht. So gibt es von den Landtagsabgeordneten nun eine verspätete Zustimmung. Statt eines breiten Lockdowns sollte sich die Landesregierung stärker auf die Einhaltung der AHA-L-A- Regeln mit stärkeren Kontrollen und den Schutz gefährdeter Gruppen fokussieren. Eine sowohl kurzfristige als auch nachhaltige Verbesserung der Ausstattung der Gesundheitsämter sowohl mit Personal als auch mit digitalen Mitteln zur Nachverfolgung ist dringend geboten. Krankenhäuser und Pflegeheime müssen endlich auch personell besser ausgestattet werden, für Besucher sind Konzepte mit negativem Schnelltest und FFP2-Maske notwendig. Auch die Konzepte für die Schulen mit Hybridunterricht und besserer Belüftung kommen nicht voran. Stattdessen wurden jetzt viele Bereiche vollständig heruntergefahren und mit Berufsverboten belegt, die nachweislich keine Treiber für das bisherige Infektionsgeschehen waren. Die gerichtlichen Verfahren sind zum Teil berechtigt, weil Verhältnismäßigkeit und Gleichbehandlung nicht gegeben ist. Durch diese Berufsverbote werden Existenzen von vielen Unternehmen und Selbstständigen gefährdet, zumal bürokratisch Hilfsprogramme die Verluste oft nur spät und unzureichend ausgleichen können. Es bedarf endlich eines Gesamtkonzeptes, wie man ohne weitere Lockdowns durch den Winter kommen will.“

FDP Saar fordert schnelle Korrektur im Amateur- bzw. Breitensport

„Nun haben wir den Lock-Down 2.0. Unbefriedigend ist dabei die Situation im Sport und seiner Vereine. In unseren Vereinen stehen die TrainerInnen für die Einhaltung der Corona-Hygieneregeln. TrainerInnen tragen soziale Verantwortung im Vereinssport. Dies heißt konkret: Präsent zu sein, Probleme aus Schule und Alltag zu hören, gemeinsam Stress zu bewältigen und Frust abzubauen. Im Sport werden Werte (vor)gelebt, erlernt und als positive Eigenschaften und Charakterformung mit in den Alltag genommen.“, sagt Joachim Geiger, sportpolitischer Sprecher der FDP-Saar.

„Die Notwendigkeit, diese Pandemie zu bekämpfen, stellt niemand in Frage. Allerdings gehen einige Maßnahmen über das Ziel hinaus. Dazu zählt auch das generelle Verbot von Breitensport. Seit Monaten haben unzählige Ehrenamtliche unter großem Einsatz Hygienekonzepte erarbeitet, um den Sport besonders auch für unsere Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen. Werden diesen jetzt schon wieder die Grundlagen und Perspektiven entzogen, stehen viele Vereine vor dem Aus.“, so Geiger weiter.

„Vor allem für die sozialen und emotionalen Kontakte ist es für Kinder und Jugendliche sehr wichtig, Sport auch in der Gruppe betreiben zu können. Hier sollte es unbedingt Sonderregelungen geben, zumindest bis zu einem Lebensalter von 12 Jahren, wie es auch z.B. Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern ermöglichen.“

Daher fordert die FDP-Saar die Landesregierung auf, die pauschalen Schließungen im Sport zu korrigieren. Die Sportarten müssen differenziert betrachtet werden und entsprechend ihrer individuellen Anforderungen möglich sein.

FDP fordert Landtagsdebatte zu Lockdown - Unternehmerlohn dringend notwendig

Der saarländische Landtag sollte nach Meinung der Freien Demokraten über den Lockdown beraten und abstimmen. Nach Auffassung des FDP-Landesvorsitzenden Oliver Luksic ist der gestern beschlossene Lockdown in dieser Form unverhältnismäßig und trifft auch gerade die Branchen, die viel in Hygienekonzepte investiert haben.
"Der neuerliche Lockdown ist in Teilen unverhältnismäßig und wurde wieder an den Parlamenten vorbei beschlossen. Bei massiven Eingriffen in Grundrechte muss es eine Debatte im Parlament geben. Die Betriebe haben Hygienekonzepte erarbeitet und sich zum allergrößten Teil auch darangehalten. Statt neuer Restriktionen braucht es mehr Kontrollen seitens der Verwaltung. Nennenswerte Infektionsgeschehen finden sich allerdings nicht in den Bereichen Gastronomie, Kultur, Fitness- und Kosmetikstudios, sondern sind leider auf Fehlverhalten im privaten Bereich zurückzuführen. Wenn Menschen sich in öffentlichen Räumen mit Hygienekonzepten unter optimalen Bedingungen treffen ist dies besser als in privaten Räumen.
Bund und Land müssen den Selbstständigen und den Betrieben nun zielgerichtet helfen. Es muss nun passgenaue Hilfen geben, die auch wirklich zeitnah und unbürokratisch ankommen. Soforthilfen für Selbständige müssen unbürokratisch um weitere förderfähige Fixkosten und einen Unternehmerlohn erweitert werden. Im Land fehlt eine langfristige Corona-Strategie, um durch den Winter zu kommen.“