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Meldungen

Die FDP Saar fordert die flächendeckende Anschaffung von Luftreinigungsgeräten statt Studien mit Computerfunkchips

Die familienpolitische Sprecherin der FDP Saar Heike Müller fordert den zügigen flächendeckenden Einbau von Lüftungsgeräten statt teurer Studien mit Computerfunkchips bei Schülern:

"Das Saarland sollte das Geld für die Studie über das anonymisierte Erfassen von Daten und das Senden von Warnsignalen zur Abstandswahrung von Schülern besser in nachweislich wirksame Maßnahmen investieren. Unsere Kinder sind doch keine Versuchskaninchen mit denen Daten gesammelt werden sollen, so Heike Müller.
Anstatt Computer-Chips zu kaufen, sollten die finanziellen Mittel für den Einbau oder das Aufstellen von Luftreinigungsgeräten verwendet werden, die man schon im Sommer hätte anschaffen können. Warum das Saarland die Sommerzeit dazu nicht genutzt hat, ist aus ihrer Sicht nicht nachzuvollziehen. Gemäß einer Studie der Frankfurter Goethe-Universität können geeignete Geräte in 30 Minuten 90 Prozent der Aerosole aus den Klassenzimmern entfernen.
Somit sind sie nachweislich sinnvoller, als alle 20 Minuten die Klassenräume stoß zu lüften, zumal im Winter die Räume durch lüften schnell auskühlen und die trockene Kaltluft einzieht.
Wir brauchen in der jetzigen Phase keine Experimente, sondern Taten und es wäre wünschenswert, wenn zügig in allen Schulen die Geräte endlich aufgestellt werden. Auch sollte die digitale Ausstattung der Schulen und Kinder so schnell wie möglich auf den Stand gebracht werden, dass jederzeit die Möglichkeit des Hybridunterrichtes oder des Homeschoolings für alle gegeben ist".

FDP: Schuldneratlas verdeutlicht Wirtschaftskrise im Saarland – Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätze muss Vorrang haben

Nach Auffassung der FDP Saar verdeutlicht der Schuldneratlas 2020 deutlich die ersten Folgen einer sich verschärfenden Wirtschaftskrise im Saarland. Aus diesem Grund muss der Sicherung der Arbeitsplätze und der Ansiedlung neuer Unternehmen Vorrang eingeräumt werden, indem den Unternehmen Planungssicherheit und Technologieoffenheit statt weiterer Vorgaben gewährt werden.

Dazu die stellvertretende Landesvorsitzende Angelika Hießerich-Peter:

„Der Schuldneratlas 2020 ist ein alarmierender Weckruf. Wirtschaftskrise und Corona haben das Einkommen vieler Menschen im Saarland deutlich reduziert. Die GroKo in Bund und Land muss eine echte Strategie entwickeln, wie das öffentliche Leben trotz Corona wieder in Gang gesetzt werden und den Unternehmen Planungssicherheit gegeben werden kann. Für eine Abfederung der durch die Pandemie entstandenen Liquiditätsprobleme muss der Bund sofort einen Abschlag zahlen und zudem eine negative Gewinnsteuer einführen. Bis dahin muss es passgenaue Hilfen geben, die auch wirklich zeitnah und unbürokratisch ankommen, sonst drohen noch mehr Insolvenzen. Soforthilfen für Selbständige müssen unbürokratisch um weitere förderfähige Fixkosten und einen Unternehmerlohn erweitert werden. Ziel muss es sein, Unternehmen vor der Insolvenz zu retten und Arbeitsplätze zu sichern. Zudem müssen wieder mehr Arbeitnehmer aus der Kurzarbeit in ihre volle Beschäftigung zurück gebracht werden. Bedenklich ist aber vor allem, dass die höchste Verschuldung an den Industriestandorten zu beobachten ist. Statt weiteren CO2-Verschärfungen mit milliardenschweren Strafandrohungen braucht die Industrie endlich Planungssicherheit, Technologieoffenheit, Emissionshandel und erreichbare Ziele. Nur so könnten wir auch langfristig die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze im Saarland erhalten.“

Luksic: Lockdown ist keine langfristige Lösung/ Corona-Debatte im Landtag viel zu spät

Der Landesvorsitzende der FDP Saar Oliver Luksic fordert eine langfristige Corona-Strategie für den Winter. Im Gegensatz zu anderen Landesparlamenten komme die Debatte im Saar-Landtag zu spät:

„Die parlamentarische Diskussion im Landtag über den Lockdown kommt zu spät. Landtagspräsident Toscani hätte bereits vergangene Woche im Anschluss an die Entschlüsse der MPK eine Sondersitzung einberufen müssen, andere Landtage haben es vorgemacht. So gibt es von den Landtagsabgeordneten nun eine verspätete Zustimmung. Statt eines breiten Lockdowns sollte sich die Landesregierung stärker auf die Einhaltung der AHA-L-A- Regeln mit stärkeren Kontrollen und den Schutz gefährdeter Gruppen fokussieren. Eine sowohl kurzfristige als auch nachhaltige Verbesserung der Ausstattung der Gesundheitsämter sowohl mit Personal als auch mit digitalen Mitteln zur Nachverfolgung ist dringend geboten. Krankenhäuser und Pflegeheime müssen endlich auch personell besser ausgestattet werden, für Besucher sind Konzepte mit negativem Schnelltest und FFP2-Maske notwendig. Auch die Konzepte für die Schulen mit Hybridunterricht und besserer Belüftung kommen nicht voran. Stattdessen wurden jetzt viele Bereiche vollständig heruntergefahren und mit Berufsverboten belegt, die nachweislich keine Treiber für das bisherige Infektionsgeschehen waren. Die gerichtlichen Verfahren sind zum Teil berechtigt, weil Verhältnismäßigkeit und Gleichbehandlung nicht gegeben ist. Durch diese Berufsverbote werden Existenzen von vielen Unternehmen und Selbstständigen gefährdet, zumal bürokratisch Hilfsprogramme die Verluste oft nur spät und unzureichend ausgleichen können. Es bedarf endlich eines Gesamtkonzeptes, wie man ohne weitere Lockdowns durch den Winter kommen will.“

FDP Saar fordert schnelle Korrektur im Amateur- bzw. Breitensport

„Nun haben wir den Lock-Down 2.0. Unbefriedigend ist dabei die Situation im Sport und seiner Vereine. In unseren Vereinen stehen die TrainerInnen für die Einhaltung der Corona-Hygieneregeln. TrainerInnen tragen soziale Verantwortung im Vereinssport. Dies heißt konkret: Präsent zu sein, Probleme aus Schule und Alltag zu hören, gemeinsam Stress zu bewältigen und Frust abzubauen. Im Sport werden Werte (vor)gelebt, erlernt und als positive Eigenschaften und Charakterformung mit in den Alltag genommen.“, sagt Joachim Geiger, sportpolitischer Sprecher der FDP-Saar.

„Die Notwendigkeit, diese Pandemie zu bekämpfen, stellt niemand in Frage. Allerdings gehen einige Maßnahmen über das Ziel hinaus. Dazu zählt auch das generelle Verbot von Breitensport. Seit Monaten haben unzählige Ehrenamtliche unter großem Einsatz Hygienekonzepte erarbeitet, um den Sport besonders auch für unsere Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen. Werden diesen jetzt schon wieder die Grundlagen und Perspektiven entzogen, stehen viele Vereine vor dem Aus.“, so Geiger weiter.

„Vor allem für die sozialen und emotionalen Kontakte ist es für Kinder und Jugendliche sehr wichtig, Sport auch in der Gruppe betreiben zu können. Hier sollte es unbedingt Sonderregelungen geben, zumindest bis zu einem Lebensalter von 12 Jahren, wie es auch z.B. Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern ermöglichen.“

Daher fordert die FDP-Saar die Landesregierung auf, die pauschalen Schließungen im Sport zu korrigieren. Die Sportarten müssen differenziert betrachtet werden und entsprechend ihrer individuellen Anforderungen möglich sein.