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FDP Saar: 15 Kilometer-Regel nicht logisch -Maßnahmen müssen nachvollziehbar und kontrollierbar sein

Für die FDP Saar ist die 15 Kilometer-Regel bei Landkreisen mit einem Inzidenzwert über 200 nicht logisch und sollte daher dringend abgeschafft werden.

Dazu der stellvertretende Landesvorsitzende Dr. Helmut Isringhaus:

" Die 15 Kilometer-Regel bei Landkreisen mit einem Inzidenzwert über 200, wie ihn mittlerweile der Landkreis Saarlouis und der Regionalverband Saarbrücken erreicht haben, ist so nicht logisch und bringt keinen Mehrwert. Die Kritik des Saarlouiser Landrats Lauer trifft voll ins Schwarze. Ausflugsziele im Freien nach Herkunft der Besucher zu kontrollieren erscheint mehr als Symbolpolitik als dass man dadurch wirklich das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen könnte. Eine Kontrolle, welcher Besucher eines Ausflugsziels aus einem Hotspot kommt und welcher nicht, wird kaum möglich sein. Wirksamer ist es, bei sehr starkem Andrang das Ausflugsziel zu sperren, wie es ja bereits am Petersberg gemacht wurde. Es ist zwar begrüßenswert, dass die Landesregierung versucht hat, eine sozialverträgliche Regelung zu finden, die beispielsweise Familienbesuche nicht unmöglich macht, aber hier wurde ein bürokratischer Papiertiger erschaffen, der lediglich Stress und Arbeit verursacht. Die Landesregierung muss bei ihren Maßnahmen darauf achten, dass sie nachvollziehbar und kontrollierbar bleiben und auch wirklich einen Einfluss auf das Infektionsgeschehen nehmen können. Ich denke auch, dass wir keine schärferen Maßnahmen brauchen, sondern ein transparentes Maßnahmenpaket, das auch wirklich wirksam kontrolliert wird und je nach Fallzahlen regional angepasst werden kann".

FDP: Regeln müssen nachvollziehbar bleiben / Perspektiven für Öffnungen schaffen

Die FDP Saar fordert die Landesregierung auf, Perspektiven für Öffnungen zu schaffen sowie manche Verschärfungen zurückzunehmen. Dazu der Landesvorsitzende Oliver Luksic:

"Die neue Coronaverordnung des Saarlandes ist gegenüber den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz ein positiver Schritt. Die Landesregierung hat sich bemüht, unnötige Härten zu entschärfen. Weshalb Ministerpräsident Hans den verschärften Regeln in der MPK vorher dann aber zugestimmt hat, ist allerdings nicht klar. Zudem sind nicht alle Beschlüsse nachvollziehbar. Kontaktbeschränkungen sind notwendig, um die Fallzahlen zu senken. Allerdings müssen Maßnahmen nachvollziehbar bleiben, um die Akzeptanz zu erhalten. Die Kontaktregelungen sind viel zu kompliziert konstruiert worden und sollten zügig wieder zugunsten der alten 5-Personen-Regelung plus Kinder unter 14 Jahren zurückgenommen werden. Ebenso ist die 15 Kilometer Regel unverhältnismäßig, nicht kontrollierbar und realitätsfremd. Ob die Menschen 15 oder 30 Kilometer in die freie Natur fahren, um im Corona-Lockdown Kraft zu tanken und abzuschalten, spielt unter Infektionsschutz-Gesichtspunkten keine Rolle. Im Freien kann man leichter Kontakte vermeiden als in vollen Büros, Werkhallen oder im ÖPNV.

Die Landesregierung muss schnell einen klaren Fahrplan für den Lockdown erarbeiten. Die Betriebe brauchen transparente Regeln. Der kleine Einzelhändler hat zu, aber in den großen Geschäften kann man jetzt alles kaufen, das ist so nicht länger durchzuhalten. Die Landesregierung muss Einzelhandel und Restaurants mit Hygienekonzepten eine klare Öffnungsperspektive geben“.

FDP Saar will Einrichtung einer Warteliste und schnellere Impfung des medizinischen Personals

Nach Meinung von Dr. Helmut Isringhaus, dem stellvertretenden
Landesvorsitzenden der FDP Saar, war mit Anfangsschwierigkeiten bei der
Terminvergabe für Corona-Impfungen zu rechnen. „Man muss den Beteiligten
in den Gesundheitsämtern, Testzentren und Impfzentren aber auch mal ein
dickes Lob aussprechen für ihr Engagement. Die Fehler müssen jetzt
analysiert und abgestellt werden.“
Insbesondere kritisiert die FDP das Windhundprinzip bei der
Terminvergabe. „Die Schnelligkeit der Anmeldung ist kein vernünftiges
Priorisierungskriterium. Da bleiben ältere Menschen, die zu Hause wohnen
und keine computeraffinen Enkel haben,auf der Strecke. Völlig
unverständlich ist es, dass sich medizinisches Fachpersonal ebenso in
die Schlange in der Hotline und im Impfzentrum einreihen muss. Es wäre
sinnvoller, wenn in den Krankenhäusern geimpft würde. Die dringend
notwendige Akzeptanz bei dem Fachpersonal würde dadurch steigen.“

Da es auf längere Zeit immer noch keine funktionierende elektronische
Patientenakte mit integriertem digitalen Impfausweis sowie gebe, müsse
die Dokumentation weiterhin auf Papier erfolgen. Auch eine digitale
Impfbescheinigung wie in Israel sollte endlich auf den Weg gebracht werden.
Isringhaus dazu: „Das ist immer noch ziemlich vorsintflutlich. Ich frage
mich, wie die Auswahl der Patientengruppe mit hohen gesundheitlichen
Risiken erfolgen soll. Kommt dann der entsprechende Patient mit dem
letzten Operationsbericht ins Impfzentrum? Gerade Risikopatienten
sollten optimalerweise durch ihre Hausärzte geimpft werden, die sie und
ihre Krankheitsgeschichten am besten kennen. Durch die Einbeziehung der
Haus- und Fachärzte können die Impfziele auch deutlich schneller
erreicht werden".

Saar-FDP: Land muss Corona-Schutz in Pflegeheimen unverzüglich verbessern / Mobile Teams für Tests und Impfungen notwendig

Der stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Saar Dr. Helmut Isringhaus fordert den unverzüglichen Einsatz mobiler Testteams, die flächendeckend in Pflegeheim per Schnelltest testen und damit das Personal in den Einrichtungen entlasten. Zudem sollen die Teams Impfungen in den Heimen durchführen:
" Die Kritik des Geschäftsführers der Saarländischen Pflegegesellschaft ist verheerend und leider berechtigt. Die Landesregierung hat beim Schutz der Pflegeheime die letzten Monate nicht genutzt und verantwortet damit auch die heikle Lage mit. Der Sommer wurde nicht zur Vorbereitung genutzt. Die beste Schnellteststrategie hilft nichts, wenn kein Personal zur Verfügung gestellt wird, das die Tests durchführt. Die Einrichtungen werden von der Landesregierung personell alleine gelassen und das Pflegepersonal mit dieser zusätzlichen Aufgabe komplett überlastet. Hier muss die Landesregierung unverzüglich tätig werden, indem sie eine ausreichende Anzahl an mobilen Teams zur Verfügung stellt, die in den Pflegeeinrichtungen testen und damit das Personal vor Ort entlasten. Die Durchführung der Schnelltests sollte nicht Aufgabe des Pflegepersonals sein. Zudem sollen die mobilen Teams Impfungen durchführen, da dies prioritär und in Testzentren nicht praktikabel ist. Leider scheint Ministerin Bachmann auch hier nur auf Zuruf zu reagieren statt vorausschauend zu planen. Infektionsausbrüche in Einrichtungen für Risikogruppen müssen wirksam eingedämmt werden, um die Situation endlich in den Griff zu bekommen. Hierfür muss die Landesregierung aber endlich aktiv werden. Mit einer echten Strategie mit FFP2 Masken, Schleusen und mobilen Teams sind auch Besuche in den Pflegeheimen möglich. Wir dürfen unsere älteren Mitbürger nicht isolieren und vereinsamen lassen."