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Saar-FDP: Land muss Corona-Schutz in Pflegeheimen unverzüglich verbessern / Mobile Teams für Tests und Impfungen notwendig

Der stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Saar Dr. Helmut Isringhaus fordert den unverzüglichen Einsatz mobiler Testteams, die flächendeckend in Pflegeheim per Schnelltest testen und damit das Personal in den Einrichtungen entlasten. Zudem sollen die Teams Impfungen in den Heimen durchführen:
" Die Kritik des Geschäftsführers der Saarländischen Pflegegesellschaft ist verheerend und leider berechtigt. Die Landesregierung hat beim Schutz der Pflegeheime die letzten Monate nicht genutzt und verantwortet damit auch die heikle Lage mit. Der Sommer wurde nicht zur Vorbereitung genutzt. Die beste Schnellteststrategie hilft nichts, wenn kein Personal zur Verfügung gestellt wird, das die Tests durchführt. Die Einrichtungen werden von der Landesregierung personell alleine gelassen und das Pflegepersonal mit dieser zusätzlichen Aufgabe komplett überlastet. Hier muss die Landesregierung unverzüglich tätig werden, indem sie eine ausreichende Anzahl an mobilen Teams zur Verfügung stellt, die in den Pflegeeinrichtungen testen und damit das Personal vor Ort entlasten. Die Durchführung der Schnelltests sollte nicht Aufgabe des Pflegepersonals sein. Zudem sollen die mobilen Teams Impfungen durchführen, da dies prioritär und in Testzentren nicht praktikabel ist. Leider scheint Ministerin Bachmann auch hier nur auf Zuruf zu reagieren statt vorausschauend zu planen. Infektionsausbrüche in Einrichtungen für Risikogruppen müssen wirksam eingedämmt werden, um die Situation endlich in den Griff zu bekommen. Hierfür muss die Landesregierung aber endlich aktiv werden. Mit einer echten Strategie mit FFP2 Masken, Schleusen und mobilen Teams sind auch Besuche in den Pflegeheimen möglich. Wir dürfen unsere älteren Mitbürger nicht isolieren und vereinsamen lassen."

FDP: Bildungskonzept von Bürgermeister König wichtiger Ansatz - Varianten zu reinem Präsenzunterricht schnell erarbeiten, um Unterricht nach den Ferien zu gewährleisten

Die FDP Saar sieht in dem Bildungskonzept des Illinger Bürgermeister Armin König einen guten Ansatz, um die Schulen für die weitere Coronazeit bestmöglich zu rüsten.

Dazu die bildungspolitische Sprecherin Kirsten Cortez:

„ Die Vorschläge von Bürgermeister König sind praxisnäher als die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz. Auch wir mahnen schon seit einiger Zeit Maßnahmen wie Hybridunterricht oder eine Teilung der Klassen an, ebenso wie einen stärkeren Ausbau der Digitalisierung in der Bildung. Die Überlastung des Lernservers Online Schule Saar passt da leider ins Bild. Auch Königs Forderung nach einer stärkeren Autonomie für die Schulen begrüßen wir im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten vor Ort ausdrücklich. Leider erscheint Ministerin Streichert-Clivot beratungsresistent. Man hätte die jetzige Situation schon im Sommer kommen sehen können. Stattdessen wurde der Präsenzunterricht als einzige Variante angesehen und Alternativen sträflich vernachlässigt. Nun muss schnell etwas passieren, wenn man im Januar zu einem vernünftigen Schulunterricht zurückkehren will.

Die Erkenntnisse aus der Krise müssen zudem systematisch erfasst werden. Dazu wird eine Zukunftswerkstatt benötigt, die aus den Erkenntnissen Ansätze für die Zukunft formuliert. Neue Ideen wie das Gymnasium Plus der GEW sind eine Chance, die Bildung im Saarland nachhaltig zu verbessern. Die Krise bietet zumindest die Chance, alte Strukturen aufzubrechen und neue zu schaffen".

FDP Saar: Neustrukturierung der medizinischen Versorgung im Nordsaarland bietet auch Chancen

Nach Meinung von Dr. Helmut Isringhaus, dem stellvertretenden
Landesvorsitzenden der FDP Saar, ist das Krankenhaussterben im
Nordsaarland bedauerlich, bietet aber auch enorme Chancen für die
Qualität der medizinischen Versorgung der Bevölkerung.
Aufgrund der Tendenz „ambulant vor stationär“ kommt es immer mehr zu
einer Verschiebung von Patienten weg von einem konventionellen
Krankenhaus. Die Folge ist ein Verschwinden von immer mehr kleinen
Krankenhäusern im ländlichen Raum.
Hinzu kommt die Erkenntnis, dass immer mehr schwere Krankheitsfälle, die
ein spezialisiertes Krankenhaus erfordern, in den kleinen ländlichen
Krankenhäusern nicht qualitativ ausreichend behandelt werden können.

Die Konsequenz daraus ist nicht der Erhalt dieser Krankenhäusern,
sondern eine Umstrukturierung der Versorgung mit Vernetzung zwischen
Praxen, spezialisierten Krankenhäusern und anderen Beteiligten, z.B.
Apotheken, Physiotherapeuten, Logopäden, ambulanten Pflegediensten und
Seniorenheimen.
Dazu sind die digitalen Möglichkeiten, die auf dem Gesundheitssektor
immer noch nicht befriedigend genutzt werden, essentiell wichtig.
Dadurch können Befunde schnell versandt und mit externen Experten
aktuell diskutiert werden. Befunde aus dem Notarztwagen können direkt
von Experten beurteilt werden. Dies ist besonders wichtig beim
Schlaganfall und Herzinfarkt, deren Behandlung durch diesen Ablauf
wesentlich verbessert werden kann.

Im Falle von Losheim und Wadern könnte man sich eine enge Zusammenarbeit
der Praxen und geplanten Gesundheitszentren mit kooperierenden
Krankenhäusern vorstellen.
Digitale Fallbesprechungen geben die Möglichkeit, Patientenbefunde
zwischen Hausärzten und verschiedenen Fachärzten zu diskutieren und
damit die Behandlung zu verbessern.

Die FDP fordert die Landesregierung auf, den Prozess der
Neustrukturierung im Hochwald positiv zu begleiten und zu einem
Pilotprojekt zu machen, das auch auf andere ländliche Regionen
ausstrahlen könnte.