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FDP Saar: Coronaverschärfungen nicht sachgemäß - Landesregierung muss Energie auf Schutz von Pflegeheimen und die Existenz der Betriebe legen statt Neiddebatten zu führen

Dazu der stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Saar Dr. Helmut Isringhaus:
"Die Landesregierung versucht aktuell mit Verschärfungen für alle und mit Ablenkungsmanövern die eigenen Fehler zu verdecken. Gesundheitsministerin Bachmann hat es immer noch nicht hinbekommen, das Infektionsgeschehen in den Alten- und Pflegeheimen einzudämmen und die Einrichtungen wirkungsvoll zu schützen. Hier muss endlich das Hauptaugenmerk darauf gelegt werden, wenn man die Infektionszahlen nachhaltig senken will. Stattdessen nutzt Ministerpräsident Hans die immer noch viel zu hohen Inzidenzwerte, die vor allem auf solchen lokalen Ausbrüchen beruhen, um weitere Verschärfungen zu fordern. Nachdem er sich offenkundig in der Ministerpräsidentenkonferenz nicht durchgesetzt hat, wurde nun eine wachsweiche Regelung gefunden, bei der wieder jedes Land machen kann, was es will. Tobias Hans muss von seinen eigenen Forderungen abrücken und weder Ausgangsbeschränkungen noch die 15 Kilometer-Regel umsetzen. Auch die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken in ÖPNV und Geschäften ist eine sachlich unverständliche Kompromisslösung. Nebenbei führt Hans noch eine Scheindiskussion über Profifussball, bei der mit unsachlichen Argumenten eine Neiddebatte provoziert wird. Statt sich Gedanken über die Gefahren leerer Stadien zu machen, sollte sich Tobias Hans lieber überlegen, wie er mit Öffnungsperspektiven und der Auszahlung zugesagter Hilfen die Existenzen der zwangsweise geschlossenen Betriebe retten kann. Die Politik muss aufpassen, dass sie das Rad nicht überdreht. Es besteht die Gefahr, dass sie mit unsinnigen Beschlüssen und unsachlichen Debatten Unfrieden schafft und die Akzeptanz der Coronamaßnahmen gefährdet ".

FDP: Altmaier muss endlich eine Strategie zur Rettung der Betriebe vorlegen – Coronahilfen schnell auszahlen

Zur Debatte über die Corona-Wirtschaftshilfen erklärt die stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Saar Angelika Hießerich-Peter:

„ Steuerberaterkammerpräsident Leistenschneider hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Das Wirrwarr um die Wirtschaftshilfen führt zu Ungerechtigkeiten, Chaos und Mehrarbeit. Das Vertrauen der Unternehmer in die Politik wird immer mehr beschädigt. Statt Runder Tische sollten Ministerpräsident Hans und Wirtschaftsministerin Rehlinger endlich Druck bei ihren Parteifreunden Altmaier und Scholz machen, dass die Hilfen schnell so wie angekündigt ausgezahlt werden, inklusive eines adäquaten Unternehmerlohns für Selbständige. Es mutiert zum traurigen Treppenwitz, dass die CO2-Steuer zum 1.1. problemlos eingezogen werden kann, während man bei den Wirtschaftshilfen immer neue Stolpersteine erfindet, die eine Auszahlung verzögern. Vorarbeit und Durchführung bei den Coronahilfen waren mehr als mangelhaft, was die Wirtschaft jetzt ausbaden muss. Wir stehen wegen dieser stümperhaften Politik vor einer beispiellosen Insolvenzwelle, vor allem im Einzelhandel und im Gastgewerbe. Das Chaos muss jetzt endlich beendet werden. Es wird höchste Zeit, dass die Bundesregierung ihre Fehler eingesteht und korrigiert. Es ist nicht vermittelbar, dass Großunternehmen wie Lufthansa oder TUI innerhalb weniger Tage zugesagte Finanzspritzen in Millionenhöhe auf dem Konto haben, während der Händler oder Friseur um die Ecke seine letzten Ersparnisse auflösen muss, um seinen Betrieb am Leben zu halten. Vor allem muss Wirtschaftsminister Altmaier, der noch im März vollmundig erklärte, dass kein Arbeitsplatz verloren gehen wird, endlich eine Strategie vorlegen, wie es weitergehen soll und wie er Betriebe und Arbeitsplätze erhalten will. Instrumente wie die negative Gewinnsteuer wären eine große Hilfe für die Betriebe“