Wettbewerb auf der Schiene stärken – Fernverkehrsanbindung des Saarlandes sichern

Die FDP Saar warnt davor, die aktuelle Diskussion auf einen Gegensatz zwischen Wettbewerb und Anbindung in der Fläche zu verkürzen. Vielmehr muss die Politik dafür sorgen, dass auch Regionen außerhalb der großen Ballungsräume attraktiv angebunden werden.

Zu Medienberichten über eine mögliche Gefährdung der ICE-Anbindung Saarbrückens durch den geplanten Markteintritt des italienischen Bahnunternehmens Italo erklärt die Landesvorsitzende der FDP Saar, Angelika Hießerich-Peter:

„Mehr Wettbewerb auf der Schiene ist grundsätzlich eine gute Nachricht für die Fahrgäste. Neue Anbieter können für bessere Angebote, mehr Innovation und attraktivere Preise sorgen. Wer die Verkehrswende ernst meint, darf Wettbewerb nicht verhindern, sondern muss faire Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer schaffen. Gleichzeitig erwarten wir, dass das Saarland auch künftig leistungsfähig an das nationale Fernverkehrsnetz angebunden bleibt.“

Die FDP Saar warnt davor, die aktuelle Diskussion auf einen Gegensatz zwischen Wettbewerb und Anbindung in der Fläche zu verkürzen. Vielmehr muss die Politik dafür sorgen, dass auch Regionen außerhalb der großen Ballungsräume attraktiv angebunden werden.

Der Verkehrspolitische Sprecher der FDP Saar, Tobias Kuhn, ergänzt: „Wenn bereits der Markteintritt eines einzelnen Wettbewerbers ausreichen sollte, um bestehende Fernverkehrsangebote infrage zu stellen, dann offenbart das vor allem die Schwächen des deutschen Bahnsystems. Die Zukunft der Schiene entscheidet sich nicht daran, ob wir Wettbewerb zulassen, sondern daran, ob wir endlich die Infrastruktur schaffen, die einen zuverlässigen und attraktiven Fernverkehr ermöglicht. Das Saarland braucht eine starke Anbindung an die deutschen und europäischen Wirtschaftszentren – mit verlässlichen, schnellen und attraktiven Verbindungen.

Die FDP Saar fordert daher den Erhalt und die Weiterentwicklung der Fernverkehrsanbindung Saarbrückens, eine stärkere Einbindung des Saarlandes in nationale und internationale Verkehrsachsen. Dazu eine Verkehrspolitik, die auch Regionen außerhalb der großen Ballungsräume im Blick behält. Der Ausbau und die Modernisierung der Schieneninfrastruktur und faire Wettbewerbsbedingungen für alle Eisenbahnunternehmen müssen eine Selbstverständlichkeit sein.

„Das Saarland darf nicht vom Fernverkehr abgehängt werden. Unser Ziel ist ein leistungsfähiger, zuverlässiger und attraktiver Bahnverkehr, auch von unterschiedlichen Anbietern, der den Bedürfnissen von Bürgern und Wirtschaft gleichermaßen gerecht wird!“, so Hießerich-Peter und Kuhn abschließend.