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Schilderwahn im Hause Berg

Das Multi-Ministerium von Petra Berg (SPD) hat jetzt auch eine Abteilung für schrägen Humor. Im Hause Berg, bekannt für eine Reihe irrealer Projekte, haben jetzt die sprichwörtlichen Bürger von Schilda zugeschlagen, um große Summen für überflüssige Schilder und Berliner Gutachten zu verplempern...

Das Multi-Ministerium von Petra Berg (SPD) hat jetzt auch eine Abteilung für schrägen Humor. Im Hause Berg, bekannt für eine Reihe irrealer Projekte, haben jetzt die sprichwörtlichen Bürger von Schilda zugeschlagen, um große Summen für überflüssige Schilder und Berliner Gutachten zu verplempern…

Die FDP Saar steht fassungslos vor den Plänen des saarländischen Verkehrsministeriums für hunderttausende Euro die gesamte Beschilderung der Radwege im ganzen Land auszutauschen. Schilder die jedermann lesen kann, die weder verwittert noch demoliert sind. Doch entspricht die saarländische Radwegebeschilderung laut Ministerium nicht dem Standard der obskuren Verwaltungsvorschrift ‚FGSV M WBR 2024‘. Diese verlangt, dass Hinweisschilder für Radfahrer nicht grün, sondern weiß sein müssen und der Schrifttyp nicht ‚Arial‘, sondern ‚Deutsche Verkehrsschrift‘ sein muss. Also soll die Beschilderung der Radwege zwischen Homburg und Perl ausgewechselt werden - für sechsstellige Beträge.

Für Angelika Hießerich-Peter, Vorsitzende der FDP Saar, ist dieser bürokratische Wahnsinn in jeder Hinsicht symptomatisch. Vor allem für das Ministerium von Frau Berg (SPD), wo Realitätsverweigerung mittlerweile Programm ist: Mängel auf den Straßen, unkoordinierte Baustellen, die die Pendler zur Verzweiflung bringen, ein ÖPNV, der auf dem Land seinen Namen nicht verdient… Alles egal, im Hause Berg will man statt dessen wegen einer ‚Vorschrift‘ mit viel Geld die Radwegebeschilderung austauschen. Diese Maßnahme steht für alles, was derzeit im Land schief läuft: Überbürokratisierung, eine von der Realität abgehobene Verwaltung und Geldverschwendung.

Für die FDP Vorsitzende Angelika Hießerich-Peter, auch Vorsitzende des Auschuss Tourismus der IHK, ist vor allem das Argument der Tourismusförderung durch die neue Beschilderung an den Haaren herbeigezogen: „Der Fahrradtourismus im Land boomt und ist eines unserer wichtigen Standbeine. Den Radtouristen ist es völlig egal ob die Beschilderung der Radwege weiß auf grün oder veilchenlila auf rosa ist. Ihnen ist der Zustand der Wege und vor allem das Vorhandensein von Radwegen wichtig. Dafür sollte das Land Geld in die Hand nehmen!“