Landesverband Saarland

Saarbrücker Ring statt Tunnel

Entlastung der City und Engpass-Beseitigung
Der Landesvorsitzende der FDP Saar und verkehrspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Oliver Luksic, hält wenig von einer neuen Diskussion um den Tunnel bei Stadtmitte am Fluss. Das Saarland und die Landeshauptstadt benötigen in der Tat mehr Leitinvestitionen, nötig seien aber andere Schwerpunkte. Ein neuer Saarbrücker Autobahn-Ring würde die Stadt entlasten und sei als Teil des Bundesverkehrswegeplan mittelfristig realisierbar, dürfe aber nicht an Differenzen im Land scheitern, so Luksic.   Luksic weiter: „Beim Tunnel wurden bereits Millionen Steuergelder für Planung in den Sand gesetzt. Dieses Thema ist in Brüssel und Berlin mausetot, Stadt und Land haben auch wenig Mittel. EU Gelder wird es für das Land in der neuen Förderperiode weniger geben. Im Bundesverkehrswegeplan bis 2030 ist der Tunnel nicht enthalten, wegen eines schlechten Kosten-Nutzen Verhältnisses gibt es keine Chance auf eine Realisierung. Mehr Lärmschutz rund um den Staden und eine Aufwertung des Osthafens sind städtebaulich sinnvoll und realistischer als ein kostenmäßig unkalkulierbares Tunnelprojekt. Um die Innenstadt von Saarbrücken zu entlasten und um den Engpass um die Camphauser Straße zu beseitigen braucht es einen Saarbrücker Ring. Die Querverbindung von  A1 und A623, eine Brücke über die Eisenbahn zur Westspange und der Ausbau des Verkehrsknotenpunkts „Dicke Buche“ oberhalb des Saarbrücker Rodenhofs sind notwendig und sinnvoll. Stadt und Land sind sich hier scheinbar uneins und treten auf die Bremse, der Bund ist bereit dies anzugehen. Auch ein echter Vollanschluss am Messegelände und eine Verbesserung im Deutschmühlental sind machbar und sinnvoll um Gewerbeflächen attraktiv zu erschließen, die Landesregierung tut hier zu wenig. Die Bahnstrecken dürfen nicht weiter abgestuft, sondern müssten gestärkt werden. Eine bessere Anbindung der Uni mit der Saarbahn wäre ebenfalls eine Leitinvestition: dies ist alles verkehrspolitisch sinnvoller als der Tunnel.“