Rote Laterne für die rote Regierung

Sechs! Setzen! Ein Spruch, den man im nivellierten Schulsystem kaum noch hört – doch genau dieses Urteil hat sich die SPD-Alleinregierung im Saarland redlich verdient.

Nach aktuellen Zahlen des Ifo-Institut bildet das Saarland mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,6 Prozent erneut das Schlusslicht unter allen 16 Bundesländern. Für die Landesvorsitzende der FDP Saar, Angelika Hießerich-Peter, ist dies das klare Ergebnis einer verfehlten Wirtschaftspolitik.

„Wieder rote Laterne – das ist ein Armutszeugnis“, so Hießerich-Peter. Während andere Regionen ihre Wirtschaftsstrukturen breiter aufstellen und gezielt im Dienstleistungssektor wachsen, verharrt das Saarland im Tunnelblick auf klassische Industriepolitik. Das Ifo-Institut bestätigt damit, was die FDP Saar seit Langem kritisiert: Der Strukturwandel wird verwaltet, aber nicht gestaltet. Große Ankündigungen wie die Batteriefabrik in Überherrn oder die Chip-Produktion in Ensdorf sind gescheitert – zurück bleiben verlorene Zeit und verpasste Chancen.

Dabei zeigt der Vergleich mit anderen Bundesländern, dass Wachstum dort entsteht, wo wissens- und dienstleistungsbasierte Wertschöpfung gezielt gefördert wird. „Dienstleistungen sind heute hochgradig IT-gestützt. Genau hier liegt ein zentraler Standortvorteil des Saarlandes: unsere starke Informatik- und Forschungslandschaft“, betont Hießerich-Peter.

Die FDP Saar fordert deshalb einen klaren Strategiewechsel und den Aufbau einer Software- und KI-Region Saar (SKI-Region). Ziel ist es, Forschung, Hochschulen und Wirtschaft systematisch zu vernetzen und Unternehmen – vom Mittelstand bis zur Industrie – beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz, Datenkompetenz und moderner Software gezielt zu unterstützen. Eine zentrale Supportstruktur soll den Technologietransfer beschleunigen sowie den Zugang zu Förderprogrammen und internationalen Projekten erleichtern.

„Unser Anspruch muss sein, dass Unternehmen im Saarland bundesweit führend beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Produktion, Dienstleistungen und marktfähigen Produkten werden“, so Hießerich-Peter abschließend. „Das Potenzial ist vorhanden – jetzt braucht es den politischen Willen, Wirtschaft und Wissenschaft enger zu verzahnen und Innovation konsequent in Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Saarland zu übersetzen.“