ÖPNV-Streiks nicht auf dem Rücken der Schülern austragen
Die FDP Saar fordert mit Blick auf die angekündigten Streiks im saarländischen ÖPNV, dass Schüler weiterhin verlässlich zur Schule kommen können. Viele Kinder und Jugendliche sind täglich auf Bus und Bahn angewiesen. Wenn der Nahverkehr stillsteht, fällt für sie faktisch womöglich erneut der Unterricht aus.
„Arbeitskämpfe sind ein legitimes Mittel. Aber sie dürfen nicht dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler nicht mehr zur Schule kommen“, erklärt die stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Saar, Gudrun Bierbrauer-Haupenthal. Gerade Familien geraten durch kurzfristige Ausfälle im Nahverkehr schnell unter erheblichen Druck. Eltern können ihren Alltag und ihre Arbeit nicht spontan und ständig umorganisieren, um den Schulweg ihrer Kinder sicherzustellen. „Wir erwarten von den Streikenden und von Ver.di, dass bei den Streikmaßnahmen sichergestellt wird, dass Schüler weiterhin zur Schule kommen können. Bildungserfolg darf nicht torpediert werden, und Familien dürfen nicht schon wieder in Betreuungsprobleme gebracht werden“, so Bierbrauer-Haupenthal.
Die FDP Saar appelliert daher an alle Beteiligten, bei den angekündigten Streikmaßnahmen ein Mindestangebot für den Schulverkehr zu sichern, etwa durch Fahrten zu Schulbeginn und Schulende. „Ein Blick nach Spanien zeigt, dass Arbeitskämpfe und Verlässlichkeit kein Widerspruch sein müssen. Dort werden bei Streiks im öffentlichen Verkehr verbindliche Mindestangebote festgelegt, sodass ein Teil der Busse und Bahnen, insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten, weiterhin fährt. Ein solches Modell muss es auch bei uns geben, damit Schüler trotz Streiks zuverlässig zur Schule kommen. Arbeitskämpfe sind legitim. Aber Schüler und Familien dürfen dabei nicht schon wieder die Leidtragenden sein“, so Bierbrauer-Haupenthal abschließend.