IHK bestätigt FDP-Forderung: A 620 schneller sanieren – Baustellen dürfen nicht zum Risiko für Wirtschaft und Patienten werden

Zur Kritik der IHK Saarland an der mangelnden Baustellenkoordination und zu den wiederholten massiven Verkehrsproblemen auf der A 620 erklärt die FDP Saar:

Die FDP Saar sieht sich durch die aktuelle Kritik der Industrie- und Handelskammer in ihrer Position bestätigt.

Zur Kritik der IHK Saarland an der mangelnden Baustellenkoordination und zu den wiederholten massiven Verkehrsproblemen auf der A 620 erklärt die FDP Saar:

Die FDP Saar sieht sich durch die aktuelle Kritik der Industrie- und Handelskammer in ihrer Position bestätigt. Bereits im März hatte die FDP Saar ein Beschleunigungsprogramm für die Sanierung der A 620 gefordert und vor den Folgen einer überlangen Bauzeit für Pendler, Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Saarland gewarnt.

Die Landesvorsitzende der FDP Saar, Angelika Hießerich-Peter, erklärt:

„Wer eine zentrale Verkehrsachse wie die A 620 über Jahre hinweg einschränkt, braucht ein überzeugendes Konzept zur Beschleunigung der Bauarbeiten und zur Entlastung von Pendlern, Unternehmen und Anwohnern. Die aktuellen Rückmeldungen der IHK zeigen, dass unsere Warnungen berechtigt waren. Wenn Lieferverkehre ins Stocken geraten, Kunden ausbleiben und Unternehmen höhere Kosten tragen müssen, wird aus einem Verkehrsproblem ein Standortproblem.“

Die FDP Saar hatte bereits Prämien für eine schnellere Fertigstellung, die frühzeitige Einbindung der Bauwirtschaft, moderne Verkehrssteuerung und eine bessere Abstimmung der zahlreichen Verkehrsmaßnahmen im Saarland gefordert. Notwendig sei ein Baustellenmanagement, das nicht nur einzelne Bauabschnitte betrachtet, sondern die Leistungsfähigkeit des gesamten Verkehrsnetzes im Blick behält.

Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP Saar, Dr. Helmut Isringhaus, ergänzt:

„Die A 620 ist nicht nur eine Pendler- und Wirtschaftsachse. Sie ist auch Teil der medizinischen Erreichbarkeit im Saarland. Wenn schlecht koordinierte Baustellen regelmäßig zu massiven Staus führen, trifft das auch Patienten, Krankentransporte, Pflegedienste und im Ernstfall den Rettungsdienst.“

Besonders problematisch seien einspurige Baustellenabschnitte mit Betonbegrenzungen. „Wer dort bei einer Vollsperrung feststeht, kommt nicht mehr heraus. Menschen sitzen dann unter Umständen stundenlang fest – ohne Wendemöglichkeit, ohne Ausfahrt und ohne realistische Chance, die Strecke zu verlassen. Für Kranke, Pflegebedürftige oder Menschen auf dem Weg zu einer dringenden Behandlung kann das gefährlich werden“, so Isringhaus.

Betroffen seien unter anderem Krankentransporte zu Dialyse, Chemotherapie, Bestrahlung, Operationen, Kontrollterminen oder Verlegungen zwischen Krankenhäusern. Auch Entlassfahrten aus Kliniken und Transporte in Pflegeeinrichtungen könnten erheblich verzögert werden. Ebenso treffe es die ambulante Pflege: Wenn Pflegekräfte im Stau feststeckten, kämen Medikamentengabe, Insulin, Wundversorgung oder Hilfe beim Aufstehen und bei der Versorgung zu spät.

Die FDP Saar fordert deshalb neben einer Beschleunigung der Bauarbeiten ein verbindliches Notfall- und Räumungskonzept für Baustellen auf zentralen Verkehrsachsen. Dazu gehören schnelle Abschlepp- und Bergungskapazitäten, vorbereitete Zufahrten, klare Zuständigkeiten zwischen Autobahn GmbH, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Land und Kommunen sowie bessere Echtzeitinformationen für Leitstellen, Krankenhäuser, Krankentransporte und größere Pflegedienste.

Bei längeren einspurigen Abschnitten mit Betonbegrenzung müssten Notöffnungen, Wendemöglichkeiten oder andere technische Lösungen vorgesehen werden. Auch Umleitungen müssten so geplant werden, dass sie nicht nur für den allgemeinen Verkehr, sondern auch für Rettungsfahrzeuge, Krankentransporte und Pflegefahrzeuge praktikabel sind.

Angelika Hießerich-Peter abschließend:

„Infrastruktur muss saniert werden. Aber sie muss so saniert werden, dass das Saarland erreichbar bleibt. Die Landesregierung, die Autobahn GmbH und die Kommunen müssen Bauzeiten verkürzen, Maßnahmen besser koordinieren und Rettungswege sowie Notfallkonzepte von Anfang an verbindlich mitplanen. Baustellenmanagement ist eine Frage von Wirtschaftskraft, Sicherheit und Verantwortung.“