FDP Saar zum Aktionsbündnis Gesundheit: Gesundheit braucht echte Reformen
Die FDP Saar unterstützt zentrale Kritikpunkte des Aktionsbündnisses Gesundheit Saarland an den Plänen der Bundesregierung zur Stabilisierung der GKV-Finanzen. Insbesondere die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen sowie die massive Bürokratie im Gesundheitswesen seien nicht länger akzeptabel.
Es ist nach wie vor nicht nachvollziehbar, dass Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung, die nicht direkt der individuellen medizinischen Heilbehandlung dienen und ausschließlich politisch motiviert sind, nicht steuerfinanziert werden, sondern alleine von den gesetzlich Versicherten getragen werden. Einer der größten Posten „in zweistelliger Milliardenhöhe“ sind u. a. die Gesundheitskosten und Beiträge für Bürgergeldempfänger
Darüber hinaus verbringen Ärzte, Pflegekräfte und Praxisteams inzwischen viel zu viel ihrer kostbaren Zeit mit Dokumentation statt mit Patientenversorgung“, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der FDP Saar, Dr. Helmut Isringhaus.
Richtig sei auch die Forderung nach einer Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Nach Auffassung der FDP bleibt jedoch in dem Papier offen, wie diese Strukturreformen konkret aussehen sollen.
„Wir brauchen eine gerechte Finanzierung, weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung, eine bessere Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sowie den Abbau ineffizienter Doppelstrukturen“, so Isringhaus.
Gerade bei hochkomplexen Leistungen brauche es Spezialisierung und ausreichende Fallzahlen. „Qualität entsteht nicht durch immer neue Parallelstrukturen, sondern durch leistungsfähige Zentren mit erfahrenen Teams und Versorgung rund um die Uhr.“
Die FDP Saar warnt davor, die Gesundheitsreform, genauso wie die derzeit intensiv diskutierte Neuorganisation der Krankenhauslandschaft, zu einem ungeordneten Kahlschlag werden zu lassen.