FDP Saar: Nach wie vor große Fragezeichen bei der SHG. Grundsatzentscheidungen über Geschäftsführung und Reform der Gesellschafterstruktur überfällig
Die aktuelle Personalentscheidung bei der SHG ist ein weiterer Rückschritt. In einer existenziellen Krise wird ein Geschäftsführer ohne nachweisbare Krankenhaus-Expertise eingesetzt. Das ist kein Aufbruch, sondern Ausdruck fehlender Strategie und Verantwortung.
Der wiederholte Wechsel an der Spitze innerhalb kürzester Zeit zeigt: Die Führungsstrukturen funktionieren nicht. Es ist schon sehr irritierend, dass innerhalb kürzester Zeit mehrere hochqualifizierte Mitarbeiter aus Medizin und Verwaltung das Unternehmen verlassen. Was stimmt da in der Führung nicht? Die Verwerfungen im Personalmanagement scheinen immer noch nicht ausreichend geklärt.
Hinzu kommt ein strukturelles Versagen der Gremien. Der Aufsichtsrat bleibt trotz anhaltender Kritik unverändert im Amt. Interessenkonflikte sind offensichtlich, wirksame Kontrolle findet nicht statt.
Das Kernproblem liegt jedoch in der Gesellschafterstruktur. Mehrere Akteure verfolgen unterschiedliche Interessen, tragen aber nicht gemeinsam die finanziellen Risiken. Das blockiert jede Sanierung und schwächt den gesamten Konzern.
Die FDP Saar fordert daher eine konsequente Neuordnung: klare Verantwortlichkeiten, Auflösung von Interessenkonflikten und eine grundlegende Reform der Eigentümerstruktur.