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FDP Saar: Johannisbrücke zeigt, warum das Saarland einen Digitalen Zwilling seiner Infrastruktur braucht

Die FDP Saar fordert, die Planungen für den Ersatzneubau der Johannisbrücke in Saarbrücken konsequent voranzutreiben. Die Brücke ist seit 2022 für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen gesperrt und nur eingeschränkt befahrbar.

Die FDP Saar fordert, die Planungen für den Ersatzneubau der Johannisbrücke in Saarbrücken konsequent voranzutreiben. Die Brücke ist seit 2022 für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen gesperrt und nur eingeschränkt befahrbar.

Rund 1,7 Millionen Euro wurden bereits für Sicherungs- und Baumaßnahmen aufgewendet. Gleichzeitig steht fest, dass langfristig ein Ersatzneubau erforderlich ist. Auch nach der geplanten Verstärkung bleibt die Brücke für genehmigungspflichtigen Schwerverkehr gesperrt.
Tobias Kuhn, verkehrspolitischer Sprecher der FDP Saar, erklärt:

„Die Johannisbrücke ist ein Beispiel dafür, dass wir bei unserer Infrastruktur vorausschauender handeln müssen. Wenn bereits heute klar ist, dass eine Brücke langfristig ersetzt werden muss, darf die Planung nicht erst dann Fahrt aufnehmen, wenn die nächste Einschränkung vor der Tür steht.“

Die FDP Saar sieht darin auch ein konkretes Anwendungsfeld für ihren Vorschlag eines Digitalen Zwillings der Verkehrsinfrastruktur. Straßen, Brücken und Tunnel sollen digital erfasst und ihr Zustand kontinuierlich bewertet werden. Bei Bauwerken wie der Johannisbrücke könnten beispielsweise Sensoren eingesetzt werden, um Veränderungen und die Wirkung von Verstärkungsmaßnahmen laufend zu erfassen. Die gewonnenen Daten könnten im Digitalen Zwilling zusammengeführt werden, um Sanierungsbedarf und notwendige Ersatzneubauten frühzeitig zu erkennen und Investitionen gezielter zu priorisieren.

„Wir brauchen einen Überblick darüber, welche Infrastruktur heute funktioniert, wo sich Probleme entwickeln und wo in fünf, zehn oder zwanzig Jahren Handlungsbedarf entsteht“, so Kuhn. „Der Digitale Zwilling kann dafür die Datengrundlage liefern. Statt Infrastruktur nur zu reparieren, wenn es bereits Probleme gibt, wollen wir vorausschauend planen und investieren.“

Die geplante Verstärkung der Johannisbrücke könne dabei nur eine Zwischenlösung sein. „Aus einem Provisorium darf kein Dauerzustand werden“, so Kuhn. „Die Johannisbrücke zeigt, warum wir im Saarland endlich eine langfristige und datenbasierte Infrastrukturstrategie brauchen.“