FDP Saar: Honorarkürzungen bei Psychotherapeuten wären falsches Signal zur falschen Zeit
Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP Saar, Dr. Helmut Isringhaus, warnt eindringlich vor den Plänen des GKV-Spitzenverbandes, die Honorare für psychotherapeutische Leistungen pauschal um zehn Prozent abzusenken.
„Psychotherapie ist kein Luxus, sondern ein zentraler Bestandteil der medizinischen Versorgung. Wer hier pauschal kürzt, setzt ein fatales Signal – sowohl an die Behandler als auch an die Patienten“, erklärt Isringhaus.
Gerade in einer Zeit, in der psychische Erkrankungen zunehmen und Wartezeiten auf Therapieplätze vielerorts bereits mehrere Monate betragen, sei eine Abwertung der Vergütung der falsche Weg. „Wenn Leistungen gekürzt werden, ohne den tatsächlichen Bedarf zu berücksichtigen, verschärft das die Versorgungslage. Eine Rasenmähermethode darf es in diesem sensiblen Bereich nicht geben.“
Isringhaus verweist zudem auf die wirtschaftliche Realität der Praxen: „Nach Jahren hoher Inflation jetzt eine pauschale Kürzung zu fordern, ist weder sachgerecht noch verantwortungsvoll. Das gefährdet insbesondere die Versorgung gesetzlich Versicherter, wenn Praxen gezwungen werden, wirtschaftlich umzusteuern.“
Die FDP Saar fordert deshalb, auf eine pauschale Absenkung der Honorare zu verzichten und stattdessen eine differenzierte, transparente Analyse der tatsächlichen Versorgungsbedarfe vorzunehmen.
„Psychisch kranke Menschen dürfen nicht zum Sparobjekt werden. Wer Prävention ernst meint und langfristig Kosten im Gesundheitssystem senken will, muss die psychotherapeutische Versorgung stärken – nicht schwächen“, so Isringhaus abschließend.