FDP: Der Mittelstand kommt bei CDU und SPD nicht vor

Nach den neuesten Meldungen aus den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD soll es sich für die Bürger endlich wieder lohnen freiwillig mehr zu arbeiten. Wer als Rentner weiter arbeiten will, soll dies bis 2.000 Euro monatlich steuerfrei tun können. Überstunden sollen in weiten Teilen steuerfrei bleiben. Aber, wie es für die angehenden Koalitionäre CDU und SPD typisch ist, sind sie in ihren Überlegungen wieder einmal zu kurz gesprungen.
Man fragt sich, ob es in irgendeinem Winkel der schwarz-roten Koalitionspapiere und Memoranden auch nur einen Halbsatz gibt, der sich mit den KMU beschäftigt, also den kleinen und mittleren Unternehmen? Oder gar den Einzelselbstständigen, deren Wochenarbeitszeit weit jenseits der 40 Stunden liegt? Zu hören oder zu lesen war davon bis jetzt nichts.
Für Angelika Hießerich-Peter, stellvertretende Vorsitzende der FDP-Saar, ist es besonders bedauerlich, dass weder die saarländische SPD, mit Ministerpräsidentin Rehlinger an der Spitze, noch Saar-Oppositionsführer und CDU-Vorsitzender Toscani in den Koalitionsverhandlungen irgendwelche Ansätze zugunsten der KMU geliefert haben. Gar nichts.
Dass die SPD nur die Großindustrie im Blick hat, ist man leider schon gewohnt. Aber dass die CDU den Mittelstand, den Träger der deutschen Wirtschaftskompetenz, außen vor lässt, ist für Angelika Hießerich-Peter völlig unverständlich. Ihr Fazit: Die FDP fehlt schon jetzt, denn offenbar hat niemand in der neu-alten Koalition einen Sinn für kleinere und mittlere Unternehmen.