Élysée-Tag: FDP Saar fordert deutsch-französisches KI-Forschungszentrum im Saarland
Anlässlich des heutigen Tages der deutsch-französischen Freundschaft fordert die FDP Saar die Schaffung eines deutsch-französischen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz im Saarland.
Angesichts der wachsenden Notwendigkeit eigenständiger europäischer KI-Systeme bietet sich dem Saarland als ausgewiesenem Informatik- und Forschungsstandort eine besondere Chance: Mit gezielten Investitionen könnten hier Milliardenförderungen zur Entwicklung unabhängiger, resilienter und vertrauenswürdiger KI-Systeme wirksam gebündelt werden. Davon würde nicht nur die Region, sondern die technologische Souveränität Europas insgesamt profitieren.
Die deutsch-französische Zusammenarbeit im Bereich der Künstlichen Intelligenz ist bereits im Aachener Vertrag von 2019 zwischen Deutschland und Frankreich angelegt. In der praktischen Umsetzung sei bislang jedoch zu wenig geschehen, kritisieren die Liberalen. Das Saarland müsse hier eine aktive Rolle übernehmen und als Motor wirken, um die vereinbarten Strukturen endlich mit Leben zu füllen.
Konkret plädiert die FDP Saar dafür, auf dem ehemaligen S-Volt-Gelände in Überherrn ein deutsch-französisches KI-Zentrum zu etablieren, das unmittelbar an die Gewerbeflächen im benachbarten St. Avold angebunden ist. So entstünde ein wirklich deutsch-französisches Leuchtturmprojekt für die europäische Zusammenarbeit in der Künstlichen Intelligenz. Das sei auch ein zentraler Baustein, um das Saarland als Software- und KI-Region (SKI-Region) zu etablieren.