Distanzlernen landesweit: Nur mit klaren Regeln und Verantwortung

Das saarlandweite Distanzlernen am Montag hat aus Sicht der FDP Saar erneut deutlich gemacht, dass starre Vorgaben nicht immer die beste Lösung für Schüler und Familien sind. Die FDP Saar spricht sich daher klar dafür aus, Eltern die Entscheidung zu überlassen, ob sie ihr Kind an einem solchen Tag in die Schule schicken oder am Distanzunterricht teilnehmen lassen. „Eltern müssen selbst entscheiden können, welcher Lernort für ihr Kind an einem solchen Tag der richtige ist“, erklärt Gudrun Bierbrauer-Haupenthal, stellvertretende Vorsitzende der FDP Saar.

Unabhängig davon stellt die FDP Saar klar: Das Digitale Bildungsmanagement im Saarland (DiBiG) ist verbindlich umzusetzen. Distanzunterricht bedeutet Unterricht nach Stundenplan – online und in Echtzeit. Schülerinnen und Schüler sind aufgrund der bestehenden Schulpflicht zur Teilnahme am Online-Unterricht verpflichtet. Diese Verpflichtung gilt in gleicher Weise wie beim Präsenzunterricht.

Gudrun Bierbrauer-Haupenthal betont hierzu: „Distanzunterricht ist kein unverbindliches Angebot. Unterricht nach Stundenplan muss auch online stattfinden – und die Teilnahme daran ist verpflichtend.“ Dabei reiche es ausdrücklich nicht aus, sich beispielsweise lediglich in eine Videokonferenz einzuloggen. „Wer sich einloggt, dann aber nicht mehr ansprechbar ist und sich faktisch dem Unterricht entzieht, kommt seiner Schulpflicht nicht nach“, stellt Bierbrauer-Haupenthal klar. Hierbei kommt den Eltern eine besondere Verantwortung zu. Sie sind gefordert, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder tatsächlich am Online-Unterricht teilnehmen, aktiv mitarbeiten und erreichbar sind.

Nach den Erfahrungen des Montags scheint es gerade daran in vielen Fällen deutlich gemangelt zu haben. Für die FDP Saar ist eindeutig: Eine Nichtteilnahme am Online-Unterricht darf nicht folgenlos bleiben. Sie ist genauso zu behandeln wie ein Fehlen im Präsenzunterricht und muss entsprechend entschuldigt werden. „Wenn im Vorfeld aber angekündigt wird, dass keine Fehlzeiten entstehen, ist das ein falsches Signal“, kritisiert Bierbrauer-Haupenthal. „Das wirkt wie ein Freifahrtschein für Schüler, untergräbt die Verbindlichkeit des Unterrichts und widerspricht der Schulpflicht.“ Die FDP Saar fordert daher für die Zukunft diesbezüglich klare Regeln und gleichzeitig mehr Vertrauen in die Entscheidungsfähigkeit der Eltern.

„Distanzlernen kann nur dann funktionieren, wenn es verbindlich und verantwortungsvoll organisiert wird“, so Bierbrauer-Haupenthal abschließend.