Landesverband Saarland

Besoldung der Erzieher im Saarland muss verbessert und langfristig gesichert werden

Die FDP Saar fordert vor dem Hintergrund der von der Gewerkschaft Verdi prognostizierten Personalnot eine bessere Besoldung von Erziehern im Saarland. Die vom Bund versprochenen zusätzlichen Mittel zur Verbesserung der Qualität der Kitas greifen aus Sicht der Saar FDP zu kurz, da sie bis 2022 befristet sind und die Kommunen nach Ablauf der Frist eventuell wieder alleine mit der Finanzierung dastehen könnten. Das wird sie davon abhalten, mehr Erzieherinnen und Erzieher einzustellen, weil das Geld in den Kommunen fehlt, zumal bereits heute saarländische Erzieher aus anderen Bundesländern abgeworben werden. Die geplante Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher wird langfristig nicht gelingen, wenn die Kommunen bei der Finanzierung nicht unterstützt werden. " Beiträge zu senken und mehr Kitas zu bauen nützt nichts, wenn nicht genug Menschen da sind, die darin arbeiten", meint Kirsten Cortez, bildungspolitische Sprecherin der FDP Saar. Es fehlen laut der Deutschen Kinderhilfe 40.000 Stellen in den nächsten Jahren. Es müssen dringend mehr finanzielle Anreize geschaffen werden, damit sich mehr junge Menschen für den Erzieherberuf entscheiden. Dazu gehört auch die Vergütung und eine Standardisierung der Ausbildung. Dauerhafter Personalmangel und immer steigender Bürokratismus haben bereits jetzt laut Prof. Krenz von der Universität Kiel negative Auswirkungen auf die Betreuungsqualität. "Solange das Betreuungsthema nicht von der qualitativen Seite ursächlich an der Wurzel gepackt wird, nämlich den Erzieherberuf attraktiver zu machen, werden wir Kindergärten nicht als Bildungseinrichtungen, sondern eher als "Aufbewahrungseinrichtungen" erleben", so Kirsten Cortez. "Gute Bildung fängt in der Kita an und dafür brauchen wir einen besseren Betreuungsschlüssel, bessere bauliche Zustände in den Kitas, flexiblere Öffnungszeiten und vor allem pädagogisch hoch geschultes und gut bezahltes Personal".